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19.11.2017 21:09

Ursachen

Die grundlegende Ursache, die den Rückfluss des Mageninhalts in die Speiseröhre ermöglicht, ist eine herabgesetzte Muskelspannung (Muskeltonus) des Schließmuskels. Verschiedene Faktoren, die diesen Prozess - einzeln oder im Zusammenspiel - begünstigen, sind nachfolgend kurz dargestellt.

 
Druckerhöhung auf den Unterleib

Durch Übergewicht, Schwangerschaft aber auch durch zu enge Kleidung erhöht sich der Druck in der Bauchhöhle und so auch auf den Magen. So kann es passieren, dass Speisebrei den Schließmuskel passiert und der Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt. Üppige Mahlzeiten wirken sich dann zusätzlich ungünstig aus, denn grundsätzlich gilt: je voller der Magen, desto größer auch der Druck auf den Schließmuskel. Große bzw. "schwere" Mahlzeiten verbleiben außerdem länger im Magen als kleine und üben somit länger einen Druck aus.

Nahrungs- und Genussmittel

Bestimmte Nahrungs- und Genussmittel, wie Kaffee, Schokolade, Nikotin oder Alkohol können Sodbrennen auslösen oder verstärken. Woran liegt das? Fett aber auch Kohlenhydrate erhöhen die Freisetzung einer Signalsubstanz, die die Muskelspannung des Schließmuskels zur Speiseröhre vermindert. So kommt es z.B. beim Verzehr von Schokolade (Fett und Kohlenhydrate) zum Rückfluss des Speisebreis in die Speiseröhre.

Die Angaben über den Einfluss von Kaffee auf den Ruhetonus sind widersprüchlich. Bei einigen Patienten löst er Sodbrennen und saures Aufstoßen aus, bei anderen führt er sogar zu einer Verbesserung. Dies mag daran liegen, dass Kaffee, je nachdem, ob er nach einer Mahlzeit oder nüchtern getrunken wird, wahrscheinlich unterschiedlich wirkt.
Alkohol wirkt relaxierend - also entspannend - auf die Muskeln und schwächt so ebenfalls den Ruhetonus des unteren Schließmuskels der Speiseröhre.

Auch Nikotin entspannt den Schließmuskel und führt darüber hinaus zu einer Verminderung der Speichelproduktion. Der Speichel dient auch zur Reinigung der Speiseröhre und zur Neutralisierung.

Medikamente

Bestimmte Medikamente, u. a. solche zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, können die Spannung des Schließmuskels herabsetzen. Medikamente, die zu den nachfolgenden Wirkstoffklassen gehören, können Sodbrennen begünstigen oder sogar auslösen: Anticholinergika, α-Adrenergika, β-Blocker, Theophyllin, Nitropräparate, Kalziumantagonisten, sowie Opiate.

Risiken

 

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